über uns

Das VorOrt-Haus in der Wolgangstraße 13, ein Klinkerbau

Geschichte

Das Gebäude wurde 1870 als Lazarett für die damalige Leopold-Kaserne errichtet. Nachdem das Haus nicht mehr als Lazarett genutzt wurde, folgten unterschiedliche Nutzungen, u. a. als Schulgebäude (Pestalozzischule). 1998 zog die Volkshochschule in das Gebäude ein, welche jedoch schon ein Jahr darauf in die Erdmannsdorfstraße verlegt wurde. Seitdem stand das ehemalige Lazarettgebäude leer. Im April 2012 nutzten erstmals Studierende das bis dato zwölf Jahre leerstehende Gebäude und zeigten innerhalb des Sommersemesters auf, mit welchen Ideen das Gebäude wiederbelebt werden könnte. Bis zur Unterzeichnung des Erbbaupachtvertrags durch den Oberbürgermeister zu Beginn des Jahres 2016 wurde die Interimsnutzung immer wieder neu verhandelt.

 

VorOrt Verein

Aus der studentischen Initiative heraus gründete sich 2014 der VorOrt e.V., der sich für die Sanierung des VorOrt-Hauses einsetzt. Design-Studierende der Hochschule Anhalt, Absolventen und Dessauer probieren gemeinsam aus, mit welchen Ideen Dessau-Roßlau belebt werden kann. VorOrt steht für die Schaffung eines Nukleus der Kreativwirtschaft mit überregionalem Potenzial und die Aktivierung und Gestaltung von Kommunikation innerhalb einer Stadtgesellschaft. Deshalb soll das VorOrt-Haus zukünftig u.a. Arbeitsräume für Studierende, Büros für Start-Ups und Ateliers für Künstler bereitstellen und zu einem Ort wachsen, an dem sich Neuankömmlinge, Dessauer und Touristen zum kulturellen und kreativen Austausch begegnen können. VorOrt ist nicht nur Name, sondern Programm. Aus der Simulation wird Wirklichkeit, ein Nebenjob, eine sinnvolle Aufgabe, eine berufliche Perspektive – vor Ort, in Dessau.

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Mitmachen

VorOrt-Garten
Der Garten des VorOrt-Hauses liegt direkt an der Wolfgangstraße – zwischen Polizeidirektion, Bratwurst-Tanke und Kaufland und bietet doch eine wunderbare Oase mit großen, alten Bäumen, einer Spielwiese und viel Platz zum gemeinsamen Pflanzen, Gärtnern, Ernten und Wohlfühlen. Wenn du Lust darauf hast, in der Erde zu buddeln, unsere Gemeinschaftsfläche zu betreuen und dabei frischen Blüten- und Kräuterduft zu atmen, dann melde dich.

Ansprechpartner:
kontakt@dessau-vorort.de

VorOrt-Subbotnik
Wir lieben unsere kleine, grüne VorOrt Oase! Aber Haus und Gelände brauchen manchmal ein paar helfende Hände, um in Schuss zu bleiben. Deswegen gibt es ca. ein Mal im Quartal einen Subbotnik, wo viele VorOrtler und solche, die es werden wollen, zusammenkommen und anpacken. Ob Bäume verschneiden, Frühjahrsputz, Unkraut jäten, neue Anstriche verpassen … es gibt immer was zu tun! Und dann nach getaner Arbeit gemeinsam schmausen und entspannen – das lohnt sich. Möchtest du das nächste Mal dabei sein? Dann nimm Kontakt zu uns auf und wir geben dir Bescheid.

Ansprechpartner:
kontakt@dessau-vorort.de

KüfA – Küche für Alle
Beautiful food with beautiful people. Die KüfA setzt sich aktiv gegen Lebensmittelverschwendung ein und kocht aus geretteten Lebensmitteln, die sonst im Müll gelandet wären, köstliches, veganes Essen. Das Menü wird je nach den verfügbaren Lebensmitteln spontan erstellt und darf anschließend auf Spendenbasis verspeist werden. Eine Kooperation mit dem Bioladen Bibernelle aus Dessau macht es möglich und das feste Team von Gabriela, Käthe, Otto, Leo und Nadine konnte so im letzten Jahr mehr als 600kg Bio-Lebensmittel aufwerten und verteilen. Hast du Lust auf spontane Rezepte, gemeinsam kochen und food sensuality? Oder du magst einfach zum kollektiven Schmausen vorbeikommen?

Melde dich / finde die nächsten Termine hier:
@mit_tag

siebstatt
Bock auf Siebdrucken (lernen)? Der Siebdruckwerkstatt-Prototyp siebstatt hat Raum für deine Projekte und Ideen. Melde dich an für einen Siebdruck-Workshop, miete die siebstatt für flexibles Arbeiten oder werde selbst ein Drucker und sei ein Teil der Organisation, Instandhaltung und jeder Menge Spaß und Experimente. Wir freuen uns auf dich. Mehr Infos und Impressionen gibt es unter: @siebstatt_dessau

Ansprechpartner:
siebstatt@gmail.com

VorOrt-Megafon
Hier wird der visuelle Auftritt und die Kommunikation des Projekts zentral verwaltet und gepflegt. Ein Schwerpunkt dabei ist die kontinuierliche Projektdokumentation – also Fotografie und Text, Film, Plakatgestaltung und Website. Wer also bereits während des Studiums ein wenig Praxisluft schnuppern möchte, ist hier genau richtig!

Ansprechpartner:
kontakt@dessau-vorort.de

VorOrt-Büro
Wie wird denn eigentlich der VorOrt e.V. organisiert und koordiniert? Auch bei uns braucht es jemand, die den Überblick behält, Nutzungsverträge aufsetzt, Schlüssel verteilt, den Kontakt zu Mitgliedern, Unternehmen, Freunden und Förderern hält und gestaltet, die VorOrtler auf dem neusten Stand hält – das alles und mehr macht Vanessa, die Projektassistentin von VorOrt. Hast du Fragen, möchtest den Verein mit deinem Organisationstalent unterstützen oder hast eine coole Idee? Komm vorbei, Dienstag 16:00-18:00 und lass mal quatschen!

Ansprechpartner:
kontakt@dessau-vorort.de

Mobile
VorOrt verfügt über einen Fuhrpark an Interventionsmobilen. Eine Mobile Küche und eine Saftpresse, ein mobiles Kino und drei Cargo Trikes warten darauf, mit dir den Stadtraum zu erobern. Hast du Lust neue Formate zu entwickeln und auszuprobieren oder die Mobile für den Verein zu warten? Dann melde dich.

Ansprechpartner:
kontakt@dessau-vorort.de

VorOrt-Baustelle
Männer und Frauen für’s Grobe voran! Hier werden Schlitze verputzt, Wasserhähne installiert, Decken geschlossen, jede Menge Bauschutt bewegt und man hat die Gelegenheit, dem Architekten über die Schulter zu schauen. Also hautnahe Einblicke in die Praxis für Studierende der Architektur und alle anderen, die sich mal auspowern wollen.

Ansprechpartner:
jan.steinbrueck@web.de

Häufig gestellte Fragen

Der VorOrt-Laden öffnete 2010 am Dessauer Rathaus und war über fünf Jahre ein Schaufenster des Fachbereichs Design der Hochschule Anhalt und ein Ort für Diskussion, Ausstellungen, Konzerte, Workshops, Lesungen und ein Ladencafé als Treffpunkt für alle, die auch am Wochenende in der Stadt sind. Von 2014 bis 2016 gefördert vom BBSR als eines von bundesweit acht Modellvorhaben Jugend.Stadt.Labor.
Wir stellen uns einen lebendigen Ort vor, der Raum bietet für Kultur, Entfaltung, Kreativwirtschaft, Handwerk und künstlerisches Schaffen. Es soll Werkstätten geben – z. B. Siebdruck, 3D-Plot, Holzbearbeitung und Kunstschmiederei. Die Ideen reichen von Proberäumen für Musiker bis hin zu einem Ausstellungsbereich und der Möglichkeit, Räume zu vermieten für Workshops und Konferenzen. Veranstaltungen und Sommercamps sollen immer wieder den Austausch fördern und die Welt nach Dessau holen.
Leider hat es über viele Jahre in das glücklicherweise sehr solide erbaute Haus hineingeregnet – das Dach war dadurch stark beschädigt. Es wurden bereits 2012 Fördermittel aus dem Fonds Stadtumbau-Ost beantragt, die jetzt endlich eingesetzt werden können. Vorher mussten wir noch einen Verein gründen und mit der Stadt einen Erbbaupachtvertrag abschliessen. Die Fördermittel sind zweckgebunden nur für die Sicherung des Gebäudes und reine Bundes- und Landesmittel – der Stadt entstehen dadurch keine Kosten.
Das Projekt entstand aus einem Semesterprojekt am Fachbereich Design. Im Sommersemester 2012 wurden die Studierenden gefragt, was ihnen in der Stadt fehlt. Das wurde in den leeren Räumen ausprobiert. Und so wurde aus der Simulation Wirklichkeit: ein Designbüro, ein Nachbarschaftsgarten, ein Designshop im Bauhaus. 2014 hat sich ein zivilgesellschaftlicher Verein gegründet, um das Gebäude vor dem Verfall zu schützen und langfristig zu nutzen. Die Hochschule unterstützt das Projekt mit Tutorenmitteln und es gibt Credits für VorOrt-Projekte.
Ende 2015 musste der VorOrt-Laden aufgrund von anstehenden Umbaumaßnahmen im Volksbank-Gebäude schließen. Hinzu kam die Unmöglichkeit, diesen etablierten, aufgeladenen Ort einfach umzuziehen. Und: die personellen und finanziellen Belastungen für den Verein, der seine Kräfte für das VorOrt-Haus bündeln muss.
Dessau ist überaltert und nicht sehr attraktiv für junge Menschen – wenn man von der grandiosen Natur absieht. Die meisten, die hier studieren, aber auch viele, die hier arbeiten, pendeln. Den wenigen Engagierten, die sich vor Ort (!) verankern, bietet sich ein großes Potenzial. An Raum, Sichtbarkeit und Einflussnahme, die Stadt selbst mit zu gestalten und zu einem lebendigen Ort zu machen. Das ist unser gemeinsames Ziel.